Starke Leistung der Salzburger Athleten im VERTICAL

Spannende Wettkämpfe bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Skibergsteigen Sprint und Vertical

Im Zuge der 20. Martini Pinzgau-Trophy in Viehhofen wurden am Wochenende die Staatsmeister im Vertical und Sprint gekürt. Diese zwei Wettbewerbe erfolgreich durchzuführen, war angesichts der aktuellen Pandemie-Beschränkungen ebenfalls eine ganz starke Leistung.

Der Wettergott belohnte das Engagement der Veranstalter. An beiden Tagen schien die Sonne von früh bis spät und die kalten Temperaturen hielten die Strecke in Schuss sowie die Athleten „frisch“.

Theresa Kober gewinnt – die neue Staatsmeisterin im SPRINT kommt aus Großgmain

Die kurze Sprintstrecke war gekennzeichnet durch einen ersten Aufstieg mit Ski, einer schwierigen Tragepassage und einem anschließenden Torlauf über eine knüppelharte Piste. Nach der Qualifikation kämpften die Athleten im Ausscheidungsmodus über mehrere Finalstufen um die Top Platzierungen.

Bei den Damen kam es zu einem bunt gemischten Final Heat. Die Salzburgerin Theresa Kober holte sich in einem spannenden Wettkampf den österreichischen Staatsmeistertitel im Sprint. In der Gesamtwertung musste sie sich nur der Deutschen Kadersportlerin Tatjana Paller geschlagen geben. Vize-Staatsmeisterin wurde die Steirerin Johanna Hiemer und Platz 3 in der Österreichwertung erreichte die Tirolerin Stephanie Kröll.

Bei den Herren heißt der alte und neue Staatsmeister im Sprint Daniel Zugg. Der Vorarlberger musste sich nur dem Deutschen Kader-Athleten Stefan Knopf geschlagen geben, der die Gesamtwertung für sich entscheiden konnten. Hinter Zugg folgten die zwei starken 19-jährigen Nachwuchsathleten Paul Verbnjak und Andreas Mayer auf den Plätzen zwei und drei in der Staatsmeisterschaftswertung.

Starke Leistung der Salzburger Athleten im VERTICAL – zwei Vizemeistertitel gesichert

Im Bewerb der Herren lieferten sich der Oberösterreicher Christian Hoffmann und der Salzburger Jakob Herrmann einen spannenden Zweikampf. Hermann verlor am Start sein Fell und musste das Feld als Letzter aufrollen. Nach knapp 600 Höhenmeter konnte er Hoffmann tatsächlich einholen. Doch Christian Hoffmann ließ nicht locker, sprintete auf den letzten Metern vorm Ziel davon und sicherte sich den österreichischen Staatsmeistertitel im Vertical mit einem Vorsprung von 11 Sekunden. Er musste sich nur dem Deutschen Top-Athleten Anton Palzer geschlagen geben, der sich den Tagessieg in der Gesamtwertung holte. Der vierte Platz in der Gesamtwertung und somit der dritte Platz in der Staatsmeisterschaft ging an Daniel Ganahl (+0:27 auf Christian Hoffmann) aus Vorarlberg.

Jakob Herrmann, Vize-Staatsmeister im Vertical mehr als zufrieden mit seinem Ergebnis:

„Meine Form war heute sehr gut, ich habe mich richtig gut gefühlt. Und auch mein verletzter Ellbogen war beim steilen und rutschigen Anstieg schmerzfrei. Beim Start habe ich mein Fell verloren und hatte auch danach noch einmal ein Problem, daher dachte ich, dass ich mich, wenn überhaupt, mit einem Top-5 Platz zufriedengeben muss. Aber ich hatte so viel Energie, dass ich nach und nach aufholen konnte. Zum Schluss habe ich jedoch gemerkt, dass ich weit über 100 % gegeben habe und konnte die Leistung nicht bis ins Ziel halten.“

Bei den Damen wurde Andrea Mayr ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie überzeugte mit einer konstanten Leistung vom Start bis ins Ziel und holte sich den österreichischen Staatsmeistertitel im Vertical mit einem Vorsprung von 2 Minuten und 29 Sekunden. Zweitbeste Tageszeit errang die Deutsche Nationalkader-Athletin Tatjana Paller. Mit einer starken Leistung kämpfte sich die Salzburgerin Bernadette Klotz auf den dritten Platz in der Gesamtwertung und kürte sich somit zur Vize-Staatsmeisterin im Sprint. Knapp dahinter überquerte die Osttirolerin Susanne Mair (+2:47) die Ziellinie und erreichte damit Platz 4 in der Gesamtwertung und den dritten Platz in der Staatsmeisterschaft.

Enormes Engagement als positives Zeichen für den Skibergsteiger-Sport

Lange herrschte Ungewissheit, ob die österreichischen Meisterschaften heuer durchgeführt werden können. Die Vorbereitungen für diese Veranstaltung waren alles andere als leicht. Veranstalter Peter Gruber:

„Wir haben uns intensiv mit den COVID-Bestimmungen auseinandergesetzt und ein Konzept aufgezogen, wie es im Weltcup gefordert wird. Mit fixen Stellplätzen beim Start, ausreichend Distanz in allen Bereichen rund um das Renngelände sowie einer stark verkürzten Siegerehrung wurden alle Corona-Richtlinien eingehalten. Somit konnte eine größtmögliche Sicherheit der Athleten und Mitarbeiter gewährleistet werden. Auch die Disziplin der Sportler war vorbildlich.“

Die nächsten wichtigen Wettbewerbe stehen schon in den Startlöchern. Die „Marmotta Trophy“ mit ISMF World Cup findet vom 20. bis 21. Februar 2021 im Südtiroler Martelltal statt. Und Anfang März geht die Weltmeisterschaft in Andorra über die Bühne.

Alle detaillierten Ergebnisse der 20. Martini Pinzgau-Trophy sind auf www.skimo.at zu finden.

Quelle: Sport Consult Karl Posch

Zurück

SHARE IT