Die 23-jährige Polizei-Sportlerin Anna Andexer vom SK Saalfelden war im olympischen Sprintrennen in Antholz die Sensation aus österreichischer Sicht: Sie belegte den 9. Platz mit 1:09 Minuten Rückstand auf die norwegische Siegerin Kirkeide und war mit Abstand die beste ÖSV-Athletin (30. Hauser, 32. Gandler).
21 Rennen im Weltcup hatte Andexer bislang bestritten, ein 24. Rang war ihr bisher bestes Resultat. Nun lief die Junioren-Weltmeisterin von 2025 das Rennen ihres jungen Lebens. In der Loipe unterstrich sie ihre Stärke mit nur 29 Sekunden Rückstand auf die Siegerin in der letzten Runde. Erstmals in dieser Saison blieb sie zudem am Schießstand fehlerlos – der Schlüssel zum hervorragenden Top-10-Ergebnis.


Starkes Rennen von Stadlober

Nach vielen Jahren war bei Olympia im Staffellauf der Langlauf-Frauen wieder ein österreichisches Team am Start. Es belegte am Ende mit Platz 10 einen Rang in der ersten Hälfte des Feldes, der Rückstand auf Sieger Norwegen betrug gut viereinhalb Minuten.
Die Basis für die drei nachfolgenden Tirolerinnen legte Startläuferin Teresa Stadlober (Radstadt), die ihre 7,5-km-Runde als Vierte mit nur neun Sekunden Rückstand auf die Spitze beendete. Dass es so nicht weitergehen konnte, wusste Langlauf-Chef Alois Stadlober schon vorher. Dennoch war er überrascht, dass zweite Läuferin Heidi Bucher zur Halbzeit als Fünfte nur 43 Sekunden zurücklag. Danach lieferten Katharina Brudermann und Lisa Achleitner ihre erwartbaren Leistungen ab, Platz 10 war der Lohn. Damit wurde das Ergebnis von Olympia 2014 um zwei Ränge verbessert.


Brennsteiner auf dem 8. Platz

Die österreichischen Alpin-Herren blieben auch im dritten Olympia-Bewerb in Bormio ohne Medaille. Im Riesentorlauf belegte der Salzburger Stefan Brennsteiner nur den 8. Platz, unmittelbar vor Marco Schwarz.
Brennsteiner hatte auf Sieger Pinheiro Braathen 2,23 Sekunden Rückstand. Der für Brasilien startende Norweger hatte bereits nach dem ersten Lauf geführt, in dem Brennsteiner schon zwei Sekunden verloren hatte. Die 18. Zeit im zweiten Durchgang warf ihn schließlich weit zurück: „Ich habe mir zu wenig zugetraut, ein paar Dinge waren einfach nicht gut.“

Damit schloss der Pinzgauer sein Kapitel Olympia enttäuschend ab: 2018 im zweiten Lauf auf Medaillenkurs, dann Sturz und Kreuzbandriss; 2022 kurz vor dem Ziel ein schwerer Fehler, das nahe Silber war dahin. Dazu kam dreimal WM-Pech 2021, 2023 und 2025 mit jeweils verlorenem Ski.

Auch für Freestylerin Katharina Ramsauer endete Olympia nicht mit dem erhofften Spitzenplatz: Im Dual Moguls (Buckelpiste) belegte sie Rang 27.


Flatscher gewinnt FIS-Slalom

Julia Flatscher (Piesendorf) feierte beim FIS-Slalom in Krakauebene ihren ersten Saisonsieg. Weitere Läuferinnen des SLSV: 7. Hannah Embacher, 14. Christina Gruber.

Quelle: SLSV, Gepa-Pictures