Im letzten olympischen Sprunglaufbewerb gab es in Predazzo die sehnlichst erhoffte Goldmedaille: Jan Hörl vom SC Bischofshofen gewann gemeinsam mit seinem Partner Stephan Embacher vom SC Kitzbühel den erstmals auf dem Programm stehenden Super-Teambewerb und sorgte damit für die erste Medaille für den SLSV bei diesen Spielen in Italien.
Es ist die 60. Olympiamedaille für den SLSV und die 20. in Gold. Für Hörl war es das zweite Gold nach dem Teamsieg vor vier Jahren.
Das österreichische Duo beherrschte den Wettkampf von Beginn an: Hörl legte mit 137,5 Metern die Basis und verschaffte dem Team einen Vorsprung von zehn Punkten auf die Konkurrenz. Embacher hielt diesen dank eines Sprungs auf 132 Meter.
Im zweiten Durchgang erreichte Hörl bei starkem Seitenwind 128 Meter, Embacher steigerte sich auf 139 Meter – der Vorsprung wuchs auf 21 Punkte. Im dritten Durchgang glänzte Hörl erneut mit 137,5 Metern, der Vorsprung betrug nun bereits 31 Punkte.
Dann setzten starker Schneefall und Wind ein. Die letzten vier Springer, darunter Embacher, konnten nicht mehr starten, worauf die Jury entschied, den Bewerb nach dem zweiten Durchgang abzubrechen. Damit ging Gold an Hörl/Embacher vor Polen und Norwegen. Der Jubel war groß.
Hörl sagte: „Es war genial, wie wir beide gesprungen sind – unser Plan, volle Attacke zu gehen, ist voll aufgegangen.“
Quelle: SLSV, Gepa-Pictures

