Skispringer Daniel Huber vom SC Seekirchen hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. „Nach ein paar Tagen Training habe ich festgestellt, dass es mir nach der langen Pause doch an Motivation fehlt“, sagte der 32-Jährige. Huber war einer der erfolgreichsten Springer des Landes, hatte jedoch seit längerer Zeit große gesundheitliche Probleme und musste sich Operationen an Knie und Hüfte unterziehen.

Huber wurde 2022 in Peking mit der österreichischen Mannschaft Olympiasieger (mit Kraft, Hörl und Fettner) und gewann 2024 die Weltcup-Kugel im Skifliegen.

2009 stieg er im FIS-Cup ein, 2011 im Continentalcup. Sein Weltcup-Debüt feierte er im Jänner 2016 in Sapporo. Insgesamt absolvierte er 172 Weltcup-Wettkämpfe (153 Einzel-, 19 Teamstarts) und erreichte dabei 19 Stockerlplätze, darunter acht Siege. In der Gesamtwertung des Weltcups belegte er seine besten Platzierungen mit Rang 11 (2022) und Rang 12 (2021).

Huber wurde dreimal österreichischer Meister: 2019 auf der Großschanze sowie 2022 auf der Normal- und Großschanze. Bereits 2009 sicherte er sich den Titel des Salzburger Landesmeisters. ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl bedauerte den Rücktritt von Daniel Huber und bezeichnete dessen Jahre in der Nationalmannschaft sowie die Zusammenarbeit mit ihm stets als große Freude.

In der Liste der erfolgreichsten Springer des SLSV reiht sich Daniel Huber chronologisch nach vielen bedeutenden Namen ein: Schroll, Höll, Bradl, Ausserleitner, Wieser, Reinhardt, Eder, Plank, Habersatter, Müller, Wallner, Leodolter, Kröll, Federer, Resch, Schwarzenberger, Eggenhofer, Kaltenböck und seinem Bruder Stefan (Rücktritt Jänner 2022). Kraft und Hörl aus der „goldenen“ Olympia-Mannschaft von 2022 sind weiterhin aktiv.

Quelle: SLSV, Gepa-Pictures